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Zur Bedeutung von Übungen in der
Sicherheitswirtschaft

Übun­gen gal­ten lange Zeit als sehr ressource­naufwendig und mit hohen Kosten ver­bun­den, so dass diese haupt­säch­lich von den Behör­den und Organ­i­sa­tio­nen mit Sicher­heit­sauf­gaben (BOS) durchge­führt wur­den. In erster Lin­ie waren es die Polizeien der Län­der und des Bun­des sowie die Bun­deswehr, die auf diese Meth­ode zurück­grif­f­en. Zwis­chen­zeitlich haben sich Übun­gen auch im Bere­ich der Wirtschaft mit den ver­schieden­sten Def­i­n­i­tio­nen und Ansätzen etabliert.1 Betrof­fen ist davon nicht auss­chließlich die Sicher­heitswirtschaft. Unter dem sehr gewöhn­lich und altertüm­lich klin­gen­den Wort der Übung ist viel mehr zu ver­ste­hen. Den gewach­se­nen Her­aus­forderun­gen der Gewährleis­tung der Sicher­heit in ein­er glob­al­isierten Welt kön­nen alle Akteure nur dann pro­fes­sionell entsprechen, wenn sie aus­re­ichend vor­bere­it­et sind. Von beson­der­er Bedeu­tung ist hier­bei, dass die Ziele der Übung her­aus­gear­beit­et wer­den und dementsprechend die richtige Übungsart gewählt wird. Denn Übun­gen dienen keinem Selb­stzweck, son­dern sollen Prob­lem­stel­lun­gen erörtern, Per­son­al schulen oder beste­hende Maß­nah­men­pla­nung hin­sichtlich ihrer Umset­zbarkeit über­prüfen. Die nach­fol­gen­den Aus­führun­gen sollen einen kurzen Ein­blick in den Nutzen und den Ablauf von Übun­gen geben.

Rechtliche und regulatorische Anforderungen

Vielfältige Regeln und Anweisun­gen sind den entsprechen­den mil­itärischen und polizeilichen Dien­stvorschriften zu ent­nehmen. Für die Wirtschaft sind Stan­dards entwick­elt wor­den, die die Pla­nung, Durch­führung und Nach­bere­itung von Übun­gen regeln und aus­re­ichend erk­lären.

Für den Bere­ich der Kri­tis­chen Infra­struk­turen (KRITIS) ist der Nationale Plan zum Schutz der Infor­ma­tion­sstruk­turen (Umset­zungs­plan KRITIS) beson­ders rel­e­vant. Weit­ere Regelun­gen sind der ISO 2298:2013, der ISO 22301:2012 sowie dem BSI Stan­dard 100–4 zu ent­nehmen. Rechtlich verbindlich sind Übun­gen grund­sät­zlich nicht. Es sei denn, dass der Arbeitss­chutz (wie beispiel­sweise Brand­schutzübun­gen) dieses vorschreibt.

Klassifizierung der Übungen

In einem ersten Schritt ist die zu beübende Ebene entschei­dend. Zu dif­feren­zieren ist in diesem Kon­text zwis­chen strate­gis­ch­er und oper­a­tiv-tak­tis­ch­er Ebene. Die strate­gis­che Ebene umfasst in der Regel die über­greifende Betra­ch­tung und Entschei­dungsin­stanz, die…

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