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BGH: Diebstahl unter Drohung mit einem Schlüssel stellt schweren Raub dar

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Schlüssel kann ernsthafte Verletzungen hervorrufen und ist somit objektiv gefährlich

Wer bei einem Dieb­stahl damit dro­ht, dem Opfer mit einem Schlüs­sel weh zu tun, bege­ht einen schw­eren Raub im Sinne von § 250 Abs. 1 Nr. 1 b) StGB. Da ein Schlüs­sel ern­sthafte Ver­let­zun­gen her­beiführen kann, ist er objek­tiv gefährlich und stellt somit ein „son­stiges Werkzeug“ im Sinne der Vor- schrift dar. Dies hat der Bun­des­gericht­shof entsch­ieden.

Dem Fall lag fol­gen­der Sachver­halt zugrunde: Im Juli 2015 dro­hte der Angeklagte ein­er 74-jähri­gen, behin­derten Frau in ihrer Woh­nung damit, ihr weh zu tun, sollte sie ihm nicht Geld geben. Er hielt ihr dabei einen spitzen met­allis­chen Gegen­stand mit ein­er Länge von 6 cm vor. Dabei han­delte es sich um einen Schlüs­sel. Der Angeklagte hielt den Schlüs­sel­so in der Hand, dass die Frau davon aus­ging, es han­dle sich um ein Mess­er. Sie gab ihm daher alles Geld was sie in der Woh­nung hat­te, näm­lich 14 Euro.

Landgericht verurteilt Angeklagten wegen schw­eren Raubes.
Das Landgericht Aachen wertete den Schlüs­sel als „son­stiges Werkzeug“ im Sinne von…

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